Berufsunfähigkeitsrente vs. Altersvorsorgerente im Test

Der Rentomat versucht, die ideale Altersvorsorgerente ausfindig zu machen. So, dass Sie im Alter auch genügend Geld zur Verfügung haben, um Ihren bisherigen Lebensstandard zu halten. Doch was passiert im Falle einer Berufsunfähigkeit? Auch in diesem Falle benötigen Sie eine sogenannte Rente. Diese heißt nun Berufsunfähigkeitsrente und ebenso wie eine private Rentenversicherung die gesetzliche Rentenversicherung ausbessert, soll die BU-Rente die gesetzliche Absicherung im Falle einer Berufsunfähigkeit ausbessern.

 

Gesetzliche Absicherung im Falle einer Berufsunfähigkeit nur mangelhaft

 

Sollten Sie tatsächlich berufsunfähig werden, so zahlt der Staat eine sogenannte Erwerbsminderungsrente aus. Diese reicht jedoch lange nicht, um den gewohnten Lebensstandard zu halten. Nur etwa 30 bis 40 Prozent des bisherigen Gehalts werden als Erwerbsminderungsrente ausgezahlt. Um nun den gewohnten Lebensstandard zu halten, muss eine Lücke von 60 bis 70 Prozent geschlossen werden. Hierfür gibt es die private Berufsunfähigkeitsversicherung.

 

Wie häufig kommt es zur Berufsunfähigkeit?

 

Viele gerade akademisch oder kaufmännisch Tätige gehen davon aus, dass eine Berufsunfähigkeit in ihrem Fall kaum möglich ist, weil sie nicht körperlichen Anstrengungen ausgesetzt sind. Dies ist jedoch ein Irrglaube. Denn psychische Krankheiten gehören immer mehr zu den Hauptgründen einer Berufsunfähigkeit. Hierzu gehört vor allem das Burnout-Syndrom (weitere Infos) oder Depressionen.
Mittlerweile wird jeder vierte in Deutschland berufsunfähig. Und in den meisten Fällen, sind die Menschen für diesen Fall nicht ausreichend abgesichert.

 

Selbständige im Falle einer Berufsunfähigkeit

 

Noch drastischer ist die Berufsunfähigkeit im Falle der Selbständigkeit. Denn Selbständige sind überhaupt nicht abgesichert. Sie zahlen in keine gesetzliche Rentenversicherungskasse ein und bekommen daher auch keine Erwerbsminderungsrente. Dementsprechend müssen sie mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung eine Lücke von 100 Prozent füllen.

 

Die richtige Berufsunfähigkeitsversicherung im Test

 

Das Angebot an privaten Berufsunfähigkeitsversicherungen ist immens. Die Testergebnisse, vor allem von der Stiftung Warentest, fallen überdurchschnittlich positiv aus. Nun ist es sehr schwierig, den richtigen Tarif zu finden. Weitere Testinstitute wie Ökotest oder Focus Money haben die Berufsunfähigkeitsversicherung einem Test unterzogen. Problem hierbei ist, dass bei jedem Testinstitut unterschiedliche Testsieger herauskommen.

 

Aufgrund unterschiedlicher Modellannahmen, vor allem der zu versichernden Person und unterschiedlicher Kriterien bei der Bewertung der einzelnen Tarife und Anbieter, variieren die Testergebnisse sehr stark. Hinzu kommen die vielen individuellen Möglichkeiten und Anforderungen der zu versichernden Person, welche in solchen Tests gar nicht berücksichtigt werden.

 

Dementsprechend sollten die Testergebnisse von Stiftung Warentest und Co auch nur als erste Richtung bei der Tarifauswahl interpretiert werden. Die individuellen Ansprüche, Eigenschaften und Möglichkeiten sind vor allem entscheidend für den richtigen Tarif. Einen Überblick über aktuelle Tarife und Angebote 2013 / 2014 finden Sie unter anderem hier (Zu den aktuellen BU-Tarif-Tests).

 

Ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung nun tatsächlich sinnvoll?

 

Diese Frage stellt sich im Grunde bei jeder Versicherung. Außer vielleicht bei der Haftpflicht- und Krankenversicherung, welche jeder haben sollte. Entscheidend sind vor allem ihr Gesundheitszustand, das Berufsumfeld und ihr persönliches Sicherheitsbedürfnis. Studien haben beispielsweise ergeben, dass Menschen mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung auch deutlich weniger berufsunfähig werden (weitere Details), weil sie abgesichert sind und keine Angst davor haben, berufsunfähig zu werden.

 

Vor allem aufgrund der zunehmenden psychischen Krankheiten, ist auch eine Prognose des Krankheitsrisikos nur schwer zu treffen. Körperliche Berufe weisen natürlich immer noch eine höhere Wahrscheinlichkeit für eine Berufsunfähigkeit auf. Besonders Risikoberufe wie Feuerwehr, Polizist oder Gerüstbauer. Jedoch treten vor allem die psychischen Krankheiten immer häufiger in akademischen und kaufmännischen Berufsgruppen auf. Denn der berufliche Druck wächst von Jahr zu Jahr an.

 

Was ist zu tun?

 

Schauen sie sich mögliche Tarife der Berufsunfähigkeitsversicherung genau an. Welche Voraussetzungen bringen sie mit. Eventuelle Vorerkrankungen? Und was sind sie bereit und in der Lage zu zahlen. Anschließend schauen sie sich die Kosten einer Berufsunfähigkeitsversicherung an. Diese sind je nach Vertragsgestaltung und Anbieter sehr variabel. Im Schnitt muss jedoch von Kosten zwischen 50 und 100 Euro monatlich ausgegangen werden.

 

Was rät der Rentomat

 

Vor allem für Selbständige ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung sinnvoll. Angestellte sollten genau abwiegen, wie hoch das Risiko für eine Berufsunfähigkeit in etwa eingeschätzt wird und ob sie den Betrag für eine gute Berufsunfähigkeitsversicherung auch tatsächlich aufbringen möchten und können. Denn sie sind zumindest teilweise gesetzlich abgesichert.

 

Für alle gilt: Machen Sie niemals Falschangaben bei den Gesundheitsfragen und entscheiden Sie sich für einen etablierten BU-Anbieter.

 

Nutzen Sie hierzu aktuelle Berufsunfähigkeitsversicherungs-Tests von Stiftung Warentest und Co und fordern Sie idealerweise gleich mehrere Angebote an, um diese dann vergleichen zu können.